lebensfrust

Die 19-Jährige die ihr Abi machte und scheiterte...
 

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Wenn man den Mut verloren hat, hat man alles verloren!"

Eine EINS in Biologie! Ich habe eine EINS in der Vorabiklausur in meinem Leitungskurs! Ich hatte noch nie eine EINS in meinem Leistungskurs, im Grunde kann ich mich nicht mal an meine letzte EINS erinnern

Okay es ist eine EINS minus und die Klausur ist auch sonst gut ausgefallen aber! Von den 5 EINSEN hab ich eine... .
Als ich gestern so sehr an meiner Studienwahl zweifelte und überhaupt nicht mehr wusste, was das richtige ist meinte meine Mama zu mir "Wenn gar nichts mehr geht passiert etwas, was alles wieder in geordnete Bahnen bringt." Daran glaube ich. Ich glaube daran, dass es da oben "im Himmel" jemanden gibt der auf uns aufpasst. Der uns nicht davor schützt unsere eigenen Entscheidungen zu treffen aber der darauf acht gibt, dass am Ende des Tages doch alles gut wird. Jemand der uns Kraft gibt und uns ab und zu kleine Zeichen gibt, dass er immer noch da ist und uns zur Seite steht egal wie alleine und hoffnunglos man sich fühlt.

Ich hab Streit mit meinem Freund und als ich gestern Abend lange wach im Bett lag und drüber nach gegrübelt habe, wie das jetzt alles so weitergeht und ob das alles gut gehen wird... hatte ich plötzlich ein warmes Gefühl im Körper und alle meine Gedanken haben sich sortiert und waren gar nicht mehr so hoffnungslos wie sie mir den ganzen Tag über schienen.

Und auch die Note... Natürlich ist es meine "Schuld", dass ich so eine Note habe aber das ich sie gerade heute zurück bekommen habe, gibt den Worten meiner Mutter und meiner eigenen Einstellung in gewisser Weise Recht. Ich finde nicht, dass so etwas Magie oder etwas Übernatürliches ist. Ganz im Gegenteil, ich glaube es ist etwas sehr natürliches und psychologisch erklärbares. Jeder Mensch braucht etwas an das er glauben kann wenn ihm alles über den Kopf wächst und mein Glaube ist eben dieser


Soviel auch zu der Überschrift. Die stand heute in einer Zeitung als Überschrift. Habe die Zeitung gar nicht gelesen aber mir meine Gedanken um diese Aussage gemacht. Ich finde sie ist nicht ganz richtig. Man darf ruhig mal den Mut verlieren und verzweifelt sein. Wichtig ist nur, dass man trotzdem die Hoffnung nicht aufgibt, dass es am Ende doch gut wird. Solange noch Hoffnung da ist, lohnt es sich weiter zu machen und dann kommt der Mut auch zurück...





P.S.: Mit meinem Freund habe ich mich übrigens auch wieder vertragen.

2.3.15 15:07, kommentieren

Was kann ich eigentlich?

Ich stehe kurz vor meinem Abitur. Noch drei Wochen habe ich Schule plus eine Woche "Mottowoche". Dann sind Ferien, dann schreibe ich meine Abiklausuren und dann habe ich es hinter mir. Dann habe ich die ewige Schule hinter mir obwohl ich dachte, sie endet nie. Dann wird gefeiert, 10 Tage Cala Ratjada mit meinen zwei besten Freundinnen. 10 Tage Strand und Party und Alkohol. 10 Tage alles hinter mir lassen und die Strapazen der letzten Wochen vergessen... Aber bleibt wirklich alles hinter mir?

Wie schön das wäre. Aber schon jetzt ist diese eine blöde Frage fast schlimmer als der ganze Abistress. Was will ich eigentlich? Wozu hab ich überhaupt mein Abitur gemacht?

Als ich kleiner war, wusste ich genau was ich werden will. Erst wollte ich Tierärztin werden bis ich festgestellt habe, dass die leiben Tiere meistens tierisch Angst haben vor dem Tierarzt und vor allem dass ich tierisch Angst vor Blut habe und bei seinem Anblick ohnmächtig werde. Nicht die besten Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Tiermedizin-Karriere. Darauf folgte der Wunsch Schauspielerin zu werden... Der hat sich hartnäckig gehalten bis heute. Aber ich weiß, dass ich Schauspiel nicht studieren möchte, weil ich Angst habe als verbitterte Theaterlehrerin an irgendeinem Schultheater zu enden. Das kannn ich sowieso ziemlich gut, wissen was ich NICHT will. Ich weiß dass ich keinen Bürojob haben will, ich weiß dass ich nicht mit Zahlen arbeiten will-ich hasse Zahlen. Ich weiß dass ich nichts mit Chemie machen will. Ich weiß, dass ich keine Analysen und dergleichen machen will und und und... . Das Problem ist nur, ich weiß zwar eben genau was ich nicht will... aber nicht was will.

Und was ich kann weiß ich erst recht nicht...
Früher war ich eine der besten in Deutsch und ich konnte sagen, dass ich gut in Deutsch bin und gerne schreibe. Nach meinem Schulwechsel und dem Einstieg in die Oberstufe musste ich feststellen, dass Deutsch eben nicht nur aus Geschichten schreiben besteht sondern vor allem aus Gedichtsanalysen und Sachttextbarbeitung und Lektüredurcharbeit. Da ist es plötzlich wichtiger WAS du schreibst und nicht wie schön du das ausschmückst. Mittlweile bin ich so lala durchschnittlich. Genauso wie in allem anderen. In keinem Fach bin ich wirklich schlecht außer vielleicht Chemie und teilweise Mathe - aber ich bin auch nicht wirklich gut. Ich bin eben so lala.
Genauso wie in meiner Freizeit... ich könnte nicht sagen, in was ich eigentlich gut bin. Ich hab zwei Jahre geboxt, hatte dauernd Verletzungenn und musste nun vor kurzem ganz aufhören weil ich mir eine schwerwiegende Verletzung am Handgelenk zugezogen habe. Nicht mal dass kann ich also. Mein Modegeschmack ist auch nicht der beste. Ich trage keinen Müllsack aber sobald es darum geht wie ich was kombiniere bin ich heillos überfordert. Ich kann ein paar Sportarten ein bisschen aber auch nicht so dass man sagen würde wow die kann was. Mein Zimmer ist nicht so toll gestaltet wie die aufgehellten Mädchenzimmer der Instagramikonen MixXY und **CaroXVI, Die meiste Zeit ist es unordentlich. Ich habe einen TV, einen PC einen Kleiderschrank ein Bett und Licht. Es tut was es soll. ist aber leider gar nicht stilsicher aufeinander abgestimmt.
Mit Kindern kann ich ganz gut, aber ich bin auch froh dass ich sie an ihre Mama reichen kann, sobald sie knatschig werden. Ich dachte immer zu Hunden hätte ich einen guten Draht aber wenn ich meinen Hund sehe merke ich immer wieder, dass es eine Sache sich gut mit Hunden zu verstehen aber eine völlig andere sie auch zu erziehen. Bei meinem bin ich leider kläglich gescheitert obwohl ich gestehen muss... ich habs auch nie wirklich versucht. Er beißt niemanden und solange er nicht größeren Schaden als andere Hunde auch verursacht lebt er so frei nach dem Motto "Ich höre wenn ich will und was lecker dabei raus springt...".

Ich weiß nicht ob es dazu gehört, eine Zeit lang in seiner Jugend zu trübsinnig zu sein und an der Frage "Wer man ist und wer man in Jahren sein will" zu verzweifeln, aber mich nervt es schrecklich. Noch nie hab ich so viel bei meinem Freund gejammert wie jetzt, der arme muss so viel aushalten. Ich breche Hals über Kopf einen Streit vom Zaun nur weil er mir nicht zum 100 mal beteuert hat, dass wir in ein paar Monaten zusammen ziehen. Danach bin ich so wütend auf mich selber dass ich den restlichen Nachmittag nur heule um mich --> Danach zufragen wieso ich eigentlich so ungeheuer dämlich bin und wo die Person hin ist, die immer so lebenslustig war...

Gibt es da draußen noch jemanden der genauso mieß gelaunt ist wie ich? Vllt lässt er ja einen Kommentar da und wir können gemeinsam muffelig dem Rest unseres Lebens entgegen blicken...


Adios

1.3.15 19:28, kommentieren